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Rezension zum Film „Charlie's Angels“ von 2019

Category: Filmartikel

Charlie's Angels“ ist eins der ältesten Spionage-Franchises in der Geschichte des US-amerikanischen Kinos und Fernsehens. Sie erobern die Herzen der Zuschauer seit 1976, als die erste Folge der gleichnamigen Serie herauskam, welche 6 Jahre und 110 Folgen lang ausgestrahlt wurde. Im Jahre 2000 wurden wir mit dem abendfüllenden „Charlie's Angels“ bekannt gemacht, der von den Schauspielerinnen Cameron Diaz, Drew Barrymore und Lucy Liu berühmt gemacht wurde. Da Diaz aber das große Kino verließ, kann man mit ihrer Wiedervereinigung nicht mehr rechnen, weshalb Hollywood auch beschloss, dass es Zeit für den neuen „Charlie's Angels“ gekommen ist. Nämlich „Charlie's Angels“ von Elizabeth Banks.


Banks ist schon seit einer langen Zeit eine erfolgreiche Schauspielerin, in den letzten Jahren arbeitet sie allerdings auch aktiv hinter der Kamera, indem Sie als Drehbuchautorin, Produzentin und Regisseurin auftritt. 2015 debütierte sie in dem abendfüllenden Film „Pitch Perfect 2“ als Regisseurin, und später hatte sie ihr bis jetzt anspruchsvollstes Projekt – den Neustart von „Charlie's Angels“. Der Film berichtet von drei neuen jungen Agentinnen, die mutig in den Kampf losgehen, wenn sie erfahren, dass eine neue gefährliche Technologie in die Hände von Kriminellen geraten kann.


Unterschiede von den alten Angels


Im Unterschied zu den „Angels“ von 2000 stellt der Neustart zwei erfahrene Agentinnen dar, die bereits ganz viele erfolgreiche Missionen hinter sich haben, sowie eine zukünftige Agentin, die in diese Geschichte auch verwickelt wird und beschließt, dass sie nicht abseits stehen kann, wenn den anderen Menschen Gefahr droht. Die ersten beiden Frauen sind die begabte Sabina, die eine Verwandlungsfähigkeit besitzt und die ehemalige Agentin des britischen Sicherheitsdienstes MI6 Jane, sowie ihre neue Kollegin die Programmiererin Elena, die in einem führenden Technologieunternehmen an der Entwicklung einer ununterbrochenen Stromversorgung arbeitet, welche aber später die Verbrecher reizt, die sie als eine neue Waffe betrachten, die nicht zurückverfolgt werden kann.  



Schauspieler



Die Schauspielerinnen Kristen Stewart, Ella Balinska und Naomi Scott treten bei dem geheimnisvollen Charlie in dem Actionfilm von Banks in den Dienst, und aus ihnen sind erstklassige Angels geworden. Stewart in Gestalt der bekloppten Sabina demonstrierte ihr Komödientalent und warf von sich endlich in den Augen des Publikums jene unglückliche Gestalt von Bella aus „The Twilight Saga“ ab. Wenn Sie sie nur von den Verfilmungen der Romane von Stephenie Meyer kennen, wartet auf Sie hier eine angenehme Überraschung. Sie dreht hier so durch und lasst es in jeder Szene so krachen, dass diese Stimmung auch dem Zuschauer weitergegeben wird. Sie werden es also mit Sabina nicht langweilig haben. Inzwischen legt der Star von „Aladdin“ Naomi Scott und ihre Elena in die Erzählung ihren Charme mit der Gestalt einer unbeholfenen Anfängerin hinein, die ihre ersten und oft schwerfälligen Schritte in der großen Welt der geheimen Spionage macht.

 

Zum richtigen Durchbruch des Films wurde die Schauspielerin Ella Balinska. Die Engländerin ist erst 23 Jahre alt, aber in „Charlie's Angels“ sieht sie schon wie eine erfahrene Actionheldin aus, die tatsächlich beim MI6 gedient hat. Sie wurde geboren, um eine coole Agentin zu spielen, und jetzt hat sie es so hinbekommen, dass ihr Unterkiefer von ihrer Jane in einigen Szenen herunterfallen wird. Meiner ist nämlich heruntergefallen. Man sollte sich unbedingt in einem Fitnessstudio anmelden (Mädels, vielen Dank für die Motivation). 


Für einen Comedy-Actionfilm ist „Charlie's Angels“ ein recht guter unterhaltender und spektakulärer Film mit viel Action und Humor. Was nicht unwichtig ist, ist dieser auch selbständig. Der Neustart stellt in keiner Hinsicht die Kopie der Filme mit Diaz, Barrymore und Liu dar, sondern er erzählt seine eigene Geschichte über die neuen Heldinnen. Die Handlung ist zwar nicht genial, aber sie entspricht dem Spionagegenre, wo einige Klischees nicht ausbleiben dürfen, und steht mit Sicherheit vielen Filmen über James Bond nicht nach. Der Film ist auch groß angelegt, deshalb reisen die Angels immer durch die Welt: mal nach Hamburg, mal nach Kalifornien, mal nach Istanbul, um die bereits erwähnte gestohlene Technologie zu finden und den wichtigsten Bösewicht zu fangen.



Niedrige Quoten



Auf IMDb hat der Film „Charlie's Angels“ nur ungerechte 3,7 Punkte. Wissen Sie, warum sie ungerecht sind und man ihnen nicht glauben soll? Weil der Film von Banks die Zuschauerherzen noch vor der Premiere eroberte. Der Zuschauerraum, der mit nörgeligen Kritikern gefüllt war (ich war übrigens auch dabei), hat die Action bis zum Ende gesehen, und als auf der Leinwand Nachspannszenen erschienen, sind diejenigen, die bereits am Ausgang waren, in den Zuschauerraum zurückgekommen und sich diese im Durchgang angeschaut. Der neue Film „Charlie's Angels“ hat die Zuschauer dermaßen fasziniert, deshalb sollten Sie den unterbewerteten Quoten nicht vertrauen. Banks, Stewart, Scott und Balinska haben ihre Arbeit hervorragend gemeistert und das Leben in das verstaubte Franchise eingehaucht. Charlie ist bestimmt stolz auf sie. 


Jeder kann die Welt mit großen Waffen und den aktuellsten Gadgets retten. Dies aber im Minikleid mit Glitter und auf hohen Absätzen können nur die richten Charlie's Angels.